clean eating plätzchen

Eilig und mega aufgeregt hüpfe ich seit ein paar Tagen jeden Morgen aus meinem Bett, tapse barfuß über den Flur in Richtung Spiegel und bewundere staunend meinen Bauch. Nein, ich habe nicht geträumt… Mit noch völlig verschlafenen Augen stelle ich erleichtert fest, dass es meine Bauchmuskeln und Hüftknochen tatsächlich noch gibt und alles insgesamt recht flach wirkt. Nachdem die letzten zwei Jahre heftige Wasseransammlungen im freien Bauchraum zu einem kugelrunden Hungerbrauch geführt und alle Organe nur noch „ERROR“ geschrien haben, wird mir wieder einmal mit Entsetzen bewusst, mit welch scheinbar nichtigen Kleinigkeiten man so vieles falsch, aber auch wieder so viele richtig machen kann. Das mir offensichtlich nur zwei Esslöffel Reisprotein und ein Esslöffel Hanfprotein jetzt vielleicht sogar das Leben retten, fasziniert mich wieder mal aufs Neue und über die übertrieben starken Entgiftungserscheinungen freue ich mich sogar. Die besinnliche Adventszeit habe ich mir zwar irgendwie schmerzfrei vorgestellt, aber nichts desto trotz spüre ich, dass es endlich aufwärts geht. Das ist dieses Jahr mein schönstes Weihnachtsgeschenk.

Ich kann Euch nur immer wieder ans Herz legen, genau darauf zu achten, was auf Euren Tellern landet. Ein „zu viel“ ist genauso schädlich wie ein „zu wenig“, das darf man wirklich nicht unterschätzen und man sollte sich bewusst sein, dass eine Mangelernährung, trotz dem Überfluss an Lebensmitteln, sehr oft sehr nahe liegt. Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan einer basischen Ernährung und einem Essverhalten nach den Nahrungsmittel-Kombinationen von Dr. Stanley Bass bin. Zeitweise habe ich mich an diese Prinzipen geklammert wie eine Ertrinkende und es war lange das Einzige, das mir wirklich geholfen hat.

Kurz vor Weihnachten habe ich heute noch zwei gesunde Weihnachtsplätzchen – Varianten für Euch ausprobiert. Ganz wichtig dabei ist, darauf müsst Ihr unbedingt achten, dass die nassen Zutaten entweder nur sehr kurz in einer Küchenmaschine mit den trockenen vermengt, oder sogar nur untergehoben werden. Sonst können die Weihnachtsplätzchen sehr schnell gummiartig werden. Landen die dann auf dem heimischen Plätzchenteller und in den skeptischen Mündern der ungesunden Keksverfechter, dann habt ihr wirklich ganz schlechte Karten. Die glutenfreie Teigdiva verlangt also wieder einmal eine sanfte Sonderbehandlung, aber dann werden die Kekse auch richtig Bombe – versprochen :).

ZUTATEN

Basisteig

160 g Amaranthmehl
80 g Kartoffelstärke
1/2 TL Natron
6 Datteln
100 ml Mandelmilch oder andere Pflanzenmilch
1 TL Salz
3 EL Reisjoghurt oder anderer Pflanzenjoghurt
1 TL Apfelessig
1 EL Leinsamen

Varianten, die dem Basisteig hinzugefügt werden können:

1 EL ungesüßtes Kakaopulver

1 Vanilleschote

2 TL Spekulatius- oder Lebkuchengewürz

30 g gehackte Nüsse

1 EL Aroniapulver

ZUBEREITUNG

Datteln, Mandelmilch, Reisjoghurt, Salz und Apfelessig in einen Food Processor oder Mixer geben und pürieren

Zu der Masse die Leinsamen dazugeben und unterheben. Ca. 10 Minuten ruhen lassen und nochmal mixen

Amaranthmehl, Kartoffelstärke und Natron in einer Rührschüssel vermengen und die pürierten, nassen Zutaten dazugeben. KURZ verkneten oder nur unterheben, bis ein glatter Teig entsteht. Dauert dieser Schritt zu lange, werden die Plätzchen beim backen gummiartig!

Bevor Ihr mit dem Ausstechen loslegen könnt, sollte der Teig ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen

Die fertigen Plätzchen werden dann bei 175° Ober- und Unterhitze für ca. 13-15 Minuten gebacken und danach sofort zum auskühlen auf ein Kuchengitter gelegt

vegane und gesunde plätzchen

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