✖︎ DIÄT-DSCHUNGEL, IHR KENNT DAS....

Gerade Schaukel ich gemütlich in meiner Hängematte, genieße die Sonne und lasse mal wieder meine Geschichte Revue passieren…
Mal ganz davon abgesehen, dass ich viele vergangene Jahre unbewusst und ungewollt nicht nur  meinen Magen und Darm völlig ruiniert habe, war ich schon immer eher ein kräftiges Mädchen, dass sich eine zeitlang sogar mal mit Ach und Krach in Größe 42 gequetscht hat. Das man sich dabei extrem unwohl fühlt und außerdem schlecht Luft bekommt, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Neben den großen, gertenschlanken, blonden Freundinnen fühlt man sich ebenfalls eher unwohl, also musste dringend eine Veränderung her – aber WIE?? Mit dem Thema völlig überfordert, habe ich einen Diät-Trend nach dem anderen ausprobiert, mich zu meiner Fitnessstudio-Zeit sogar zu chemischen Protein-Gemischen mit Kuhmilch hinreißen lassen uuuund…. Bin – oh Wunder – aufgegangen wie ein Hefekloß!!
Also ging die endlose Suche nach der richtigen Methode weiter und ich glaube, ich habe auf meinem Weg so ziemlich ALLES ausprobiert, was man ausprobieren kann. Low Carb, Low Fat, Teilfasten, Fasten, Trennkost, Schlank im Schlaf, Paleo, Vegetarisch, Vegan… Einiges natürlich mit mehr und anderes wieder mit weniger Erfolg, aber dennoch ist es bei den Figurproblemen alleine nicht geblieben. Schleichend haben sich über die Zeit noch unendlich viele weitere Symptome dazugesellt. Unter anderem eine enorme Problemhaut am ganzen Körper, ständige Magenkrämpfe, schlimme Migräneattacken und vieles weitere, bis der große Knall kam und ich mich sage und schreibe ganze 8 mal mit lebensbedrohlichen Allergien in der Notaufnahme wiedergefunden habe… Das war bisher so ziemlich die schlimmste Zeit in meinem Leben, aber dennoch die beste Möglichkeit für eine Veränderung.

✖︎ MEHR ACHTSAMKEIT

Wenn ich mir heute Bilder anschaue, dann sehe ich jetzt aber nicht mehr nur das kräftige Mädchen von damals – wenn man ganz genau hinsieht, dann erkennt man vor allem das nicht gesunde Mädchen. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass jeder Ernährungs-Trend absolut nichts bringt und es gibt auch kein richtig oder falsch. Meiner Meinung nach haben wir den besten Lehrer immer bei uns. Viel zu oft teilt uns der Körper so unglaublich viele wichtige Dinge mit und wir sind dermaßen rücksichtslos und arrogant, dass wir ernsthaft glauben, wir könnten sie einfach, ohne Schaden davonzutragen, ignorieren.

✖︎ BASISCHE ERNÄHRUNG

16 kg habe ich abgenommen und das ist schlußendlich „einfach so passiert“ – ohne gezielte Diät. „Ja klar, schön wäre es…“ denken jetzt sicher die meisten und ich kann es Euch nicht mal verübeln. Früher hätte ich das auch nicht geglaubt….

Gesundheit und Abnehmen gehen für mich mittlerweile Hand in Hand. In dem Moment, in dem der Körper frei ist von Pilzen, Bakterien und allen erdenklichen Befindlichkeitsstörungen auf körperlicher, aber besonders auch auf der so gerne unterschätzen seelischen Ebene, nur dann können logischerweise auch alle Körperfunktionen und Stoffwechselprozesse einwandfrei funktionieren. Der Gewichtsverlust ist wie so oft einfach nur einer von unzähligen positiven Nebeneffekten und selbst ich merke heute noch in schlechten Phasen, dass es mir schwer fällt, mein Gewicht zu halten – obwohl ich dann sogar auf meine gesunden Naschereien verzichte.

ABER- WIE nennt sich denn jetzt eigentlich diese geheimnisvolle Ernährungs- und Lebensweise, mit der ich so viel Erfolg habe? Nur sehr ungern bezeichne ich mich als Veganerin, weil das würde dem Ganzen nicht gerecht werden. Ich denke, es ist – so einfach wie die Anwendung – ein ganz simples „clean eating“.

Zugegeben ist es nicht immer ganz leicht, alle Signale richtig zu deuten. Auch ich lerne jeden Tag aufs Neue wichtige Dinge und jeder Mensch ist anders. Keiner funktioniert jeden Tag gleich nach Schema F. Deshalb ist die folgende Liste auch nur eine kurze Zusammenfassung von meinen persönlichen Beobachtungen, die meinem Körper gut tun, aber dennoch kein dauerhaftes Patentrezept darstellen.
Es liegt an Euch, jeden Tag auf’s Neue herauszufinden, was individuell zu Euch passt. Vor allem aber dürft Ihr eins niemals außer Acht lassen: Das wichtigste ist, dass Ihr glücklich seid. Das ist der Grundbaustein von allem, also krempelt endlich die Ärmel hoch und fangt an, das Traumschlößchen zu bauen 🙂

✖︎ AUF MEIN BAUCHGEFÜHL IST VERLASS

▶︎   Verstanden habe ich jetzt vor allem eins: Die Seele spielt für die Gesundheit die wichtigste Rolle. Also gönne ich mir einmal in der Woche für 1 Stunde eine Klangschalenmassage und komme einfach mal zur Ruhe. Stress schlägt mir sofort auf den Magen. Also distanziere ich mich besonders von Menschen, die mir nicht gut tun und arbeite immer an schnellen Lösungen, wenn es Probleme gibt. Regelmäßige Basenbäder unterstützen das noch zusätzlich. Veränderungen nach dem Motto „geht nicht, gibt’s nicht“ und ganz viel Lachen – das ist wohl die beste Medizin.

▶︎   Abends versuche ich immer um 22 Uhr abzuschalten, manchmal lese ich noch ein paar Zeilen in einem guten Buch. Morgens klingelt konsequent der Wecker um 6:30 Uhr. Dann starte ich den Tag mit 6 Minuten Seilspringen und einem warmen Zitronenwasser.

▶︎   Am Anfang war ich wenig begeistert, als mich mein Heilpraktiker zu regelmäßigen Ausdauerläufen im aeroben Bereich verdonnert hat. Trotzdem habe ich mir für die Motivation direkt eine Polar7ft bestellt und trabe jetzt mit meinem Hund zusätzlich zu meinem Sport entspannt durch den Wald. Kritisch habe ich das Ganze erst als „langweiligen Scheiß“ abgetan, aber probiert es selbst aus – es tut so unglaublich gut!!

▶︎   Der Bauch ist nach dem Essen dick und aufgebläht? Ihr habt Kopfschmerzen, oder fühlt Euch plötzlich müde und erschöpft? Könnt Ihr Euch nach dem Mittagessen nicht mehr so gut konzentrieren und fühlt Euch irgendwie unwohl? DAS ist NICHT normal, nur weil es „schon immer so war“ oder die sogenannten „Food Babys“ nach den von mir absolut verhassten Cheat Days gerade so im Trend sind und eine mir völlig unverständliche Selfie/Hashtag Euphorie ausgelöst haben.
Achtet mal genau darauf, welche Auslöser für welche Probleme in Frage kommen. Ich habe mich mit meinem empfindlichen Magen jetzt darauf geeinigt, dass es nach dem großen Frühstück „nur“ einen Gemüseteller aus dem Dampfgarer mit sehr wenig Fett oder einen leichten Salat gibt. Manchmal auch einfach „nur“ einen Gemüse-Smoothie. Das reicht oft völlig aus. Abends gibts es dann eine Handvoll Kohlenhydrate zum Gemüse, was den Vorteil hat, dass man weniger „Frisches“ zu sich nimmt, das über Nacht wieder unangenehm im Körper vor sich hin faulen kann. Außerdem gehe ich abends oft zum Sport und da sind die Kohlenhydrate doch viel besser aufgehoben, als mittags am Schreibtisch ;).Was ich aber selbst bis vor kurzem nie beachtet habe: Nur, weil das alles JETZT gut ist für mich, muss das nicht immer gut sein. Die äußeren Umstände bewirken mehr, als man glaubt und jeder Tag ist aufs neue eine Herausforderung, sich selbst gerecht zu werden. Streicht Sätze wie: „Das habe ich aber immer gut vertragen“ oder „So mache ich das schon immer…“. Immer wieder Hinterfragen und zuhören ist das allerwichtigste.

▶︎   Oft essen wir einfach aus Gewohnheit um eine bestimmte Zeit oder durch die Gesellschaft anderer, aber habt Ihr auch wirklich Hunger? Braucht Ihr diese Energie jetzt wirklich, oder ist es vielleicht auch einfach nur Langeweile/Frust/Freude…? Hört auf Euer Bauchgefühl und versucht wirklich mal nur dann zu Essen, wenn sich der Magen meldet und legt die Gabel weg, sobald Ihr satt seid. Ich gehe jede Wette ein, dass es für viele von Euch gar nicht so leicht ist, die natürlichen Körpersignale „Hunger“ und „satt“ zu erkennen.
Richtiges fasten fällt mir sehr schwer und ist bei meinem Gewicht sicher auch nicht sinnvoll. Deshalb mache ich den Kompromiss mit dem intermittierenden Fasten. D.h. ich esse an manchen Tagen in der Woche schon sehr früh und lasse bis zum nächsten Tag mal alles zur Ruhe kommen.

▶︎   Überflüssigerweise will ich trotzdem nochmal erwähnen, dass Pestizide und Chemie immer noch nichts in der Nahrung verloren haben und auch die Antibabypille oder Nahrungsergänzungsmittel und andere diverse Medikamente nicht einfach geschluckt werden sollten. Denkt in jedem Fall immer an einen Besuch bei einem richtig guten Heilpraktiker. Das war für mich sogar lebensrettend!!

▶︎   Auch Gluten hat mir persönlich leider überhaupt nicht gut getan. Seitdem ich darauf verzichte, hatte ich keinen einzigen Migräneanfall, nicht mal mehr leichte Kopfschmerzen und das ist wirklich gar nicht schwer, weil man alles so gut ersetzen kann, dass es heute kein Verzicht mehr darstellt.

▶︎   Trinken, Trinken, Trinken und damit meine ich keinen Alkohol :p, denn der ist bei mir auch gestrichen. Mindestens 2-3 Liter stilles Wasser zusätzlich zu Tees und Frucht-/Gemüsesäften.

▶︎   Einige würden bei meinem Werdegang jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber ich hab es einfach riskiert und damit einen riiiiiiesigen Fortschritt gemacht: Rohkost. Lange Zeit habe ich den Fehler gemacht, mein Essen praktisch tot zu kochen, damit es bekömmlicher wird. Im Nachhinein ist das völliger Blödsinn, auch wenn ich es selbst nie für möglich gehalten hätte. Vieles gare ich überhaupt nicht mehr und wenn, dann nur für wenige Minuten. Auch Gemüse!!-Smoothies sind eine gute Möglichkeit.

▶︎   Auf den Fruchtzucker achten. Wie bei allem gilt: Zuviel macht krank. Weißer Zucker, Trauben/Puderzucker, Rohrzucker… – macht süchtig!! 1-2 Wochen Verzicht und Ihr habt wirklich kein Verlangen mehr – versprochen. Außerdem kann man das super durch Dattel- oder Ahornsirup, Stevia und Co ersetzen. Zucker muss wirklich nicht sein!!

▶︎   Samen und Nüsse kaufe ich immer, wenn möglich, gekeimt. Das steigert die Bioverfügbarkeit und der Gehalt an Proteinen, Vitaminen, Mineralien und Enzymen steigt um ein Vielfaches. Der Phytinsäure-Gehalt sinkt und Säuren und Gifte werden abgebaut, wodurch sie auch für sensible Menschen geeignet sind und sich basisch verstoffwechseln lassen.

▶︎   Den größten Erfolg habe ich aber besonders, seitdem ich meine basische Ernährung größtenteils nach der Methode von Dr. Stanley Bass umgestellt habe und in schwierigen Phasen auch immer mal Mono-Meals in meinen Tagesplan einbaue. Dadurch sind plötzlich unendlich viele vermeintlich unverträgliche Nahrungsmittel wieder verträglich geworden und mein Schritt aus dem Teufelskreis wird immer größer. Wie das genau funktioniert, wird meiner Meinung nach HIER ganz gut zusammengefasst und beschrieben…

✖︎ GANZ SCHÖN ANSTRENGEND?

Viele von Euch sagen jetzt sicher: Das ist aber anstrengend!! Wer will denn so ein Leben führen und ständig auf alles Rücksicht nehmen? Manche Sachen hören sich am Anfang definitiv gruselig an, da gebe ich Euch absolut recht, denn ein gesunder Körper muss durchaus auch mal in der Lage sein, etwas wegstecken zu können. Dennoch solltet Ihr im Großen und Ganzen auf die Warnsignale hören, um schlimmere Krankheiten zu vermeiden und die kommen durch Ignoranz früher oder später ganz sicher, davon bin ich überzeugt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Fehlermeldung ist nur für WordPress-Administratoren sichtbar

Fehler: Kein verbundenes Konto.

Bitte geh zur Instagram-Feed-Einstellungsseite, um ein Konto zu verbinden.