Mein Kopf ist komplett leer. Trotzdem will ich kurz aufschreiben, was sich in letzter Zeit so getan hat. Erst gestern bin ich nach dem Mittagessen in ein totales „Loch“ gefallen, von dem ich mich bis jetzt noch nicht ganz erholt habe. Schon seit Wochen wundere ich mich, warum ich bei herzhaftem Essen ab und zu stark im Gesicht schwitze, Bläschen im Mund bekomme, rote Flecken auf dem Dekolleté und dieses wirklich extrem unangenehme Herzrasen entwickle. Offensichtlich hatte ich nichts verändert, ich konnte es mir nicht erklären. Die Unverträglichkeit machte sich auch nicht jedes Mal bemerkbar, nur manchmal, aber nie nach dem Frühstück und so hatte ich schnell meine Passepierre im Verdacht, die ich jetzt auch für eine Weile weggelassen habe. Dadurch ging es mir sofort schlechter, die Finger sind mir wieder aufgerissen und die Haare ausgegangen. Schließlich sind die kleinen Pflanzen momentan meine einzige zuverlässige Jod- und Salzquelle und die anderen Symptome hatten sich dennoch nicht verändert. Seit ca. 2 Wochen gehe ich zusätzlich jeden Abend mit starker Übelkeit, Magenschmerzen, Stechen in der Herzgegend und mit Schmerzen im Arm ins Bett. Nach jedem Essen gesellte sich plötzlich wieder ein feuerrotes Gesicht dazu, das ich ja auch schon von meiner Histaminintoleranz kenne und die unendliche Erschöpfung hat mich ebenfalls fast umgehauen. Ich hatte teilweise wirklich keine Lust mehr, überhaupt noch irgendwas zu mir zu nehmen. Mein Gewicht ist gerade bei 49,9 kg angekommen.

Den Übeltäter auf frischer Tat ertappt

Gestern hatte ich dann das Bedürfnis, meinem lädierten Bauch etwas kaltes zu gönnen, das viel Wasser enthält. Also hab ich mir einfach nur Paprika und eine Gurke aufgeschnitten. Das fand mein Magen zwar super, aber ausgereicht hat es ihm natürlich nicht. 30 Minuten später habe ich mir dann noch ein Knäckebrot gegönnt und… ÜBERRASCHUNG. Da waren plötzlich wieder alle Symptome!! Ich habe den Übeltäter auf frischer Tat ertappt: Unverträglichkeit – Buchweizen!

Das hat mir ehrlich gesagt fast den Boden unter den Füßen weggezogen. Nicht, weil ich das Knöterichgewächs so gerne essen und nicht darauf verzichten könnte…
Seit einem Jahr kämpfe ich jetzt und kann wirklich behaupten, dass ich sehr diszipliniert bin. Es gibt keinerlei verarbeitete, tierische, gluten- oder zuckerhaltige Lebensmittel. Tapfer schaue ich jedes mal zu, wenn sich mein Umfeld über Pizza, Pommes, McDonalds, Süßigkeiten, Gebäck oder auch einfach nur über Spaghetti mit einer leckeren Soße hermacht und kaue trotzdem, ohne mich je zu beschweren, auf meinem gesund gedünsteten Gemüse rum. Drei mal am Tag alles frisch zuzubereiten, zwischen den Mahlzeiten vier Stunden Pause einzuplanen, nach 17:30 Uhr konsequent NICHTS mehr zu essen und auf jeden weiteren Schnickschnack zu achten, den mein bockiger Körper von mir verlangt, um keine völlige Arbeitsverweigerung an den Tag zu legen, ist nicht nur manchmal sehr einschränkend, sondern natürlich auch mit Zeit, Kosten und großer Mühe verbunden. Von der enormen Selbstbeherrschung mal ganz zu schweigen. Das sich aber dann nach Monaten plötzlich auch noch meine hoch geschätzten gesunden Lebensmittel als gar nicht so gesund (für mich zumindest) rausstellen – das fühlt sich erstmal an wie ein Schlag ins Gesicht. Stunden habe ich in der Küche mit backen verbracht. Selbstgemachtes Brot, Brownies, Muffins, Pfannkuchen und zuletzt stapelweise Weihnachtsplätzchen – die jetzt meine Familie für mich essen wird und ich werde Ihnen wieder tapfer dabei zusehen…

Weihnachten so ganz ohne Plätzchen geht einfach nicht...

Ich werde trotzdem nicht ans Aufgeben denken. Heute morgen bin ich nach meinem Markteinkauf direkt ins Reformhaus gefahren, habe mich nach einer Alternative umgeschaut und bin auch freudestrahlend fündig geworden: Amaranth-Mehl. Nicht ganz günstig, aber die gepuffte Variante vertrage ich immerhin (noch) in meinem Frühstück, also wäre es auch für meine Weihnachtsplätzchen einen Versuch wert.
Morgen werde ich also auf ein Neues weitere Stunden in der Küche verbringen, um danach dann hoffentlich an meinen eigenen gesunden Plätzchen knabbern zu können – ohne Angst oder Schmerzen aushalten zu müssen…

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