GROßE KÄMPFE, KLEINE SORGEN

Dicke Tränen tropfen auf den Boden vor mir. Das müssen wohl meine sein, denn ich hab mir mindestens einen Zeh gebrochen und zwei stark geprellt. Der Klassiker „Sofa im Weg“ zwingt mich zu einer 14 tägigen Sportpause und bis Weihnachten zum Sparflammen-Training. Die Prognose trifft mich härter als die Schmerzen, denn ohne meine Boxhandschuhe fühle ich mich ziemlich unwohl.

Auch meine Unverträglichkeiten spitzen sich, durch eine Virusinfektion, in den letzten Wochen immer mehr zu. Nicht mal magenschonende Karotten mit Kartoffeln oder das hypoallergene, mit Liebe und nur drei Zutaten selbstgebackene Brot ohne Gluten, sind noch ohne heftige Symptome möglich. Der Appetit ist mir zur Zeit, trotz großem Hunger, endgültig vergangen.

AUF DEN SPUREN EINER UNVERTRÄGLICHKEIT

Hunderte von Euros sind für alle möglichen Extra-Untersuchungen auf die Konten meiner verantwortlichen Ärzte geflossen. Da wird man doch erwarten können, dass sie einen popeligen Nährstoffmangel erkennen – aber weit gefehlt. In den letzten zwei Jahren haben sich meine Mängel sogar so weit ausgeprägt, dass ich einen dicken Hungerbauch entwickelt habe. Ganz bestimmt nicht, weil ich zu wenig gesundes Zeug esse. Wichtige Bestandteile werden meinem Körper einfach nicht in ausreichender Form zugeführt. Für mich ist das wieder Beweis genug, mich lieber auf mein eigenes Gefühl und Verständnis zu verlassen, als auf irgendwelche sinnlosen Tests und studierte Menschen in weißen Kitteln.

Wild entschlossen, das Leben wieder einmal in die eigene Hand zu nehmen, haben tagelange Recherchen im Internet und mein rauchender Kopf über dem Taschenrechner dann eher niederschmetternde Ergebnisse geliefert: meine Eiweißzufuhr liegt an guten „Quinoa und Brokkoli“ Tagen bei insgesamt gerade mal 7 g – bei einem Bedarf von 48 g!! und dieser Mangel zieht sich wie ein Rattenschwanz durch meinen Körper und räubert alle weiteren lebenswichtigen Speicher leer. Nebenbei bringt es unter anderem noch meinen Stoffwechsel durcheinander und schädigt den Darm so sehr, dass auch hier wieder alle übrigen Nährstoffe kaum eine Chance haben. Über Erschöpfungszustände, Herzprobleme, Atemnot, schwere Unverträglichkeiten & Co wundere ich mich jetzt garantiert nicht mehr.

WOHLFÜHLEN GEHT IRGENDWIE ANDERS

Hier ist nur eine kurze, aber schonungslos ehrliche Zusammenfassung meiner „wichtigsten“ Symptome:

Wassereinlagerungen in den Beinen, zusätzlich zu dem Wasserbauch
Blutige Entzündungsprozesse im Mund und Rachenraum nach jeder Mahlzeit
Herzrasen & Schweißausbrüche
Atemnot
Kribbeln und Taubheitsgefühle im linken Arm
Augenzucken
Niedriger Puls und Hypotonie
Kälteempfindlichkeit
Magenschmerzen & Diarrhö
Gereizter Magen
Reizblase
Allergische Hautausschläge
Starke Erschöpfungszustände
Gelenkschmerzen
Ausbleibende Monatsblutung
Depressive Verstimmungen mit Angstzuständen und Suizidgedanken
Reizbarkeit
Nageldeformierungen und wuchernde Nagelhaut
Massiver Haarausfall
Eingefallene Gesichtszüge
Gelbfärbung der Haut
Geruchsempfindlichkeit
Zahnschmerzen u.v.m.

 

MIT KANONEN AUF SPATZEN...

…. zu schießen ist aber trotz der aufsteigenden Panik keine gute Idee. Samen, Nüsse und Co liefern zwar große Mengen an wertvollem Eiweiß, aber wer verdrückt davon bitte so große Portionen, dass er seinen Tagesbedarf vollständig damit deckt, ohne anschließend auszusehen wie die dicke Katze Garfield???. Ich musste also leider feststellen, dass auch die Alternative aus rein pflanzlichem Proteinpulver, gleich zu Beginn unvorsichtig hoch dosiert, starke Übelkeit und einen niedrigen Blutdruck beschert. Gerade die geschädigte Leber will jetzt mit Samthandschuhen und liebevollem Fingerspitzengefühl behandelt werden und bringt mir wieder einmal bei: viel Gutes ist nicht immer gleich gut… Dennoch kann man schon nach vier Tagen erkennen, dass Reis-, Hanf- und Sesamprotein in Verbindung mit Spirulina Tabletten zusätzlich zu meinen diversen Heilpraktiker Tröpfchen und Pillen einen super Job machen. Der Bauch bildet sich langsam zurück und die Kreislaufzusammenbrüche beim Essen bleiben vollständig!!! aus. Trotzdem begegne  ich der Sache äußerst skeptisch. Zu groß ist die fast überwältigende Angst vor einem möglichen Rückschlag.

 

DER B12 WAHNSINN

Ein gefühltes B12-Studium und einige erfolglose Telefonate mit Pharmazeuten später, habe jetzt auch ich mich mit dem Vitamin-Wahnsinn beschäftigt und umfangreich in das Thema eingelesen. Ich muss gestehen, dass ich dieses winzige Wörtchen B12 immer geschickt gemieden habe, aber wer gesund werden will, der kommt irgendwann auch hier nicht mehr drum herum. Nur allzu oft liefert gerade diese Nahrungsergänzung hitzige und unnötige Diskussionen mit eingefleischten Omnivoren, weshalb ich mich hier lieber sehr kurz halte. Nach einer umfangreichen Suchaktion im Internet, habe ich mich für ein organisches Präparat von Sunday Natural entschieden und ich möchte ganz klar zum Ausdruck bringen, dass ich von dem Produkt WIRKLICH überzeugt bin, weder Vorteile erhalte, noch sonst irgendwie mit der Firma in Kontakt stehe.
Da ich kein besonders großer Fan von Nahrungsergänzungsmitteln bin und sich mir schon alleine bei dem Wort der Magen umdreht, B12 aber ein weiterer Schlüssel zum Erfolg sein könnte, ist die bioaktive, ohne Zusätze, 100% natürliche, vegane und gentechnikfreie Kapsel mit den drei natürlichen Cobalaminen (jetzt hab ich hoffentlich alles erwähnt :)), ein guter Kompromiss, um doch noch ohne größere Schäden an das essentielle Vitamin zu kommen.

JEDER MUSS SICH AN DIE EIGENE NASE FASSEN

Egal ob dick oder dünn, Veganer, Vegetarier, Omnivore oder überzeugter Diätjunkie… Wer sich und seiner Gesundheit etwas  Gutes tun möchte, der sollte sich vor allem auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen und die Augen aufmachen. In unserer überernährten mangelernährten Welt, sollte heutzutage jeder abchecken, was er da auf seinem Teller liegen hat und was man an so einem Tag eigentlich alles in sich reinschaufelt. Denn eins kann ich heute mit Gewissheit sagen: Ein Nährstoffmangel ist alles andere als lustig und kann fatale Folgen mit sich bringen…. und gerade die Natur liefert uns doch so unendlich viele wertvolle Helferlein, dass wir dem ganz leicht entgegenwirken können…

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